Performancelaboratorium 02

Saralucas, ekw14,90, bruce pain, Catharina Bamberger, Simon Wilhelm, Johanna Goldgruber, Roland Wegerer


When? 03.12.2010 19:30
Where? bb15


Performancelaboratorium findet zum zweiten mal statt. Thema der Veranstaltung ist das
Experimentieren mit performativen Elementen. Offene künstlerische Prozesse, konzeptuelle
Versuchsanordnungen sowie körperliche Präsenz sind Dreh- und Angelpunkte dieser Serie.

kuratiert und organisiert von Amel Andessner, Sibylle Ettengruber, Elisa Andessner

Fotos

Raum für junge Performancekunst

„Performancelaboratorium“ ist eine mehrteilige Reihe von Veranstaltungen, die von den bildenden
Künstlerinnen Sibylle Ettengruber, Elisa Andessner und Amel Andessner in Kooperation mit dem
offspace bb15 organisiert und kuratiert wird. Die Serie startete im August 2010 in den Räumlichkeiten
des offspace bb15 und findet seither in regelmäßigen Abständen statt.


Junge KünstlerInnen aus verschiedenen Bereichen werden eingeladen, performative Beiträge vor
Publikum zu zeigen. Welche Medien oder Materialien dazu verwendet werden, ist offen, die einzige
Voraussetzung ist die körperliche Präsenz der KünstlerInnen. Neben Liveperformances gibt es eine
Videoreihe, die während jeder Veranstaltung Arbeiten mit performativen Ansatz zeigt.
Wie der Titel ankündigt, versteht sich die Reihe „Performancelaboratorium“ als Labor, welches den
Anspruch eines Arbeitsraumes hat und somit zum Experiment einlädt. Neues zu probieren und
Unbekanntes zu sehen sind hier vordergründig. Das „Performancelaboratorium“ strebt weiters an, die
Linzer, die österreichische und die internationale Performanceszene abzutasten und Raum für
Austausch zu schaffen.

Mag.a Daniela Wageneder Stelzhammer, MA

 

Roland Wegerer:

Im ersten Raum des BB15’s lässt sich Roland Wegerer in einem Video dabei beobachten,
wie er sich gegen eine Scheibe drückt und reibt. Durch das Auf- und Abfahren des
Bildschirms verzerrt sein Gesicht völlig, und die Scheibe verschmutzt Zusehens. Das
aufgenommene Material ist einmal original und einmal rückwärts abgespielt und in der Folge
geloopt.

Catharina Bamberger:

Als die ersten Besucher_innen das BB15 betreten, hat Catharina Bamberger ihre
Performance bereits begonnen. Sie kniet vor einem Stuhl und stützt sich dabei mit ihren
Händen auf den Boden. In ihrer Performance, bei welcher sie Anfang und Ende unscheinbar
setzt, leckt sie die Sitzfläche des Stuhls immer wieder sorgfältig ab.

Johanna Goldberger:

Johanna Goldberger positioniert sich in Front ihres Publikums und fängt an sich langsam
ihrer Kleidung zu entledigen, und diese Innen/Außen gewendet vor ihr auf den Boden zu
legen. Danach beginnt sie die Kleidungsstücke umgestülpt und in gedrehter Reihenfolge
wieder anzuziehen. Den Großteil des weitern Performance Abend verbringt sie mit dem nach
außen gestülpten Inneren im Publikum.

ekw 14,90

Die Gruppe ekw 14,90 stellt eine kontextuelle Verbindung zwischen der Abwesenheit von
Inhalt und einer leeren Wand her. Über eine Skypeverbindung ist das vierte Mitglied der
Gruppe aus Zürich live zugeschaltet und trägt einen Text mit loser Verbindung zum Thema
vor. Währendessen präparieren die drei Anwesenden Mitglieder_innen des Teams einen
überdimensionalen Stempel mit schwarzer Farbe. Anschließend laufen sie damit gegen die
Wand des BB15. Zurück bleiben eine gestempelte schwarze Windmühle an der Wand und
der Stempel.

Bruce pain:

Bruce pain betritt als Batman verkleidet den Raum. Auf einem Tisch befindet sich ein Paket
adressiert an Batman. Dieser scheint zu nächst verwundert, öffnet es aber schließlich doch.
Darin befindet sich eine Banane, der Performer isst diese auf, und legt danach die leere
Schale der Frucht behutsam auf den weißen, quadratischen Decken der Schachtel.

Wilhelm Simon | Bruce pain

Die Performance von Bruce pain geht über in eine lockere Versuchsanordnung mit Simon
Wilhelm. Wilhelm erteilt dabei mit den einleitenden Worten: ‚Simon sagt’ Bruce pain
Anweisungen, die dieser auszuführen versucht.

Sara Agutoli:

Agutoli bringt drei Spiegel an die Wand des BB15 an, und stellt pro Spiegel einen Stuhl
davor. Anschließend hängt sie eine Wrestling Maske, einen Cowboyhut plus Schnurbart und
eine Piraten Augenklappe vor diese. Sie setzt sich auf den ersten der drei Stühle, bindet sich
die Augenklappe um, und betrachtet sich im Spiegel.
Die Installation bleibt und die Besucher_innen sind angewiesen sich im Verlauf des
Abends ebenfalls einen der Plätze zu wählen, und sich beim Betrachten im Spiegel in einer
Geschichte als jemand anderen vorzustellen.

 

 

Link
http://performancelaboratorium.wordpress.com/ 


 

 

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